© Screenshot Think Geek
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Alles, was das Nerd-Herz begehrt

Skurrile, nützliche und teuflische Erfindungen




27.08.2010

Dass die Nerds dieser Welt ein wenig anders ticken als der Rest der Menschheit ist schon lange kein Geheimnis mehr. Begründet haben diese Subkultur die ersten, technikbegeisterten Nutzer der frühen Formen des Internets. Sie haben an der digitalen Front für Innovationen gekämpft dafür gesorgt, dass man Inhalte jedweger Art elektronisch speichern, verschicken und mit anderen teilen kann. Sie sind dafür verantwortlich, dass für eine bloße Idee zu Zeiten der dotcom-Blase an der Börse mehr gezahlt wurde als für eine real existierende Firma mit 1.000 Mitarbeitern. Sie haben unser aller Leben durch Erfindungen wie den USB-Kaffeetassenwärmer bereichert.



Womit wir auch schon beim eigentlichen Thema dieses Artikels angekommen wären. Denn nach dem kurzen Loblied auf die Nerd-Kultur dreht sich ab hier alles um kaufenswerte Gimmicks für den computer- und technikbegeisterten Zeitgenossen. Wir haben die Weiten des Internets für euch nach den skurrilsten, nützlichsten und teuflischsten Erfindungen abgegrast, die derzeit käuflich zu erwerben sind. Hier ist unsere Top 10 der Must-Have-Produkte nter anderem von dem sehenswerten Shop ThinkGeekfür den Nerd von Heute.

Das Gitarren-Shirt in Aktion

1. Gitarren-Shirt


Als die ersten T-Shirts auf den Markt kamen, die die Umgebungsläutstärke anzeigen oder den Wlan-Empfang in Balkenform darstellen konnten, war das eine echte Neuheit. Mittlereweile sind die Dinger aber älter als ein Jahr und man kann damit heutzutage niemanden mehr vom Hocker hauen. Doch jetzt gibt es eine Neuentwicklung, die Fans von Musikinstrumenten und Oberbekleidung begeistern wird: Das T-Shirt mit der aufgedruckten Gitarre lässt sich wirklich spielen. Einfach die gewünschte(n) Saite(n) berühren, Anschlagen und los geht das Konzert.
Für alle Percussion-Fans gibt es das Shirt auch mit Trommeln anstelle der Gitarre.

2. Fliegen-Pistole


Wer kennt folgende Situation nicht: Man will gerade gemütlich ins Reich der Träume hinübergleiten, da hört man ein hochfrequentes Summen. Kerzengerade sitzt man im Bett, nachdem man die Mücke im Dunkeln natürlich nicht erwischt hat. Also macht man Licht und geht auf Mückenjagd. Erfolglos natürlich, im Hellen zeigen sich die Biester nicht. An erneutes Einschlafen ist jetzt natürlich nicht mehr zu denken. Das muss fortan nicht mehr sein, denn jetzt gibt es die praktische Fliegen-Pistole. Durch ein Vakuum werden lästige Insekten ins Innere der Pistole gesaugt und können dort näher betrachtet werden. Man will ja schließlich wissen, wer einem zuvor nächtelang den Schlaf geraubt hat, bevor man zur blutigen Rache schreitet.

3. Pflanzen-Kamera


Alle Hobbybotaniker, die schon immer einmal dem Gras (oder ihrer Lieblingspflanze) beim Wachsen zuschauen wollten, können aufatmen. Vorbei sind die Tage, als der Jahresurlaub für die Petunien-Observation draufging. Denn jetzt gibt es die wetterfeste Outdoor-Kamera, die, einmal in den Boden gesteckt, in variablen Abständen Bilder schießt und daraus automatisch Zeitraffer-Filme erstellt. Natürlich gibt es neben der Pflanzenbeobachtung noch andere Einsatzgebiete, beispielsweise romantische Sonnenauf- oder untergangsvideos, mit der man die Liebste am Valentinstag beglücken kann. Oder man hält damit den Tagesablauf seiner Nachbarschaft fest und verkauft die Daten gewinnbringend an Google zur Verbesserung des AdSense-Werbeprogramms. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

4. Phantom-Keystroker


Der Mauszeiger bewegt sich unkontrollierbar über den Bildschirm, die Capslock-Taste schaltet sich selbst an und aus und im Textverarbeitungsprogramm taucht aus dem Nichts sinnloser Buchstabenmüll auf. Der normale Computernutzer denkt an einen Virus oder Trojaner und startet sämtliche Spy-, Ad- und Malwarescanner, die zur Verfügung stehen, nur um frustriert festzustellen, dass sich der PC doch nicht bändigen lässt. Der Spuk wird so lange weitergehen, bis er den Phantom-Keystroker bemerkt, der vom USB-Port aus für die ganze Misere verantwortlich ist. Sogar die Zeit, die zwischen den störenden Ereignissen liegt, lässt sich mittels Wahlrad am USB-Dongle einstellen, um im Opfer dieses wirklich fiesen Produkts zwischenzeitlich Hoffnung auf ein Ende der Tortur aufkeimen zu lassen. Aber gut versteckt zwischen den vielen Kabeln der meisten Computer können Wochen vergehen, bis der Übeltäter entdeckt wird. Nur für wirklich schadenfrohe Zeitgenossen!

5. Nintendo-Tapetenaufkleber


Mit welcher Wanddekoration mussten wir uns in unserer Kindheit herumschlagen! Jungen wurden die Wände in ihrem Zimmer quietschblaue angemalt, Mädchen bekamen den Farbton pastellrosa aufgezwängt. Später dann eine Dinosauriertapete für Jungs und eine mit Feen und anderen Märchengestalten für Mädchen. So fernab von jedem Bezug zur digitalen Welt können die Anhänger des Computerkults ihr Kind aber doch nicht aufwachsen lassen! Für die stilechte Innendekoration der Zimmer des Nerd-Nachwuches gibt es jetzt aber die Nintendo-Tapetenaufkleber. So lernen schon die Kleinsten, dass sich das Taschengeld aufbessern lässt, indem gegen jeden ?-Block gesprungen wird, der sich auf dem Schulweg befindet.
Und wie ließen sich einem Grundschüler die elementaren Gesetzmäßigkeiten der Physik (Beschleunigung, Fallgeschwindigkeit) anschaulicher erklären als mit einem riesigen, fässerschleudernden Donkey-Kong an der Wand des Kinderzimmers? Wir wissen es auch nicht.

6. Eiswürfel aus Stein


Der Nerd von Welt genießt nach einem Tag harter Programmierarbeit gerne ein Glas feinsten schottischen Whiskeys, wahlweise im Kaminzimmer oder in der Bibliothek. Doch würde er dabei niemals die Todsünde begehen, den edlen Tropfen mit Eiswürfeln zu verwässern. Warmer Whiskey ist aber geschmacklich so anziehend ist wie zwei gleichpolige Magnetenden! Es steht also ein waschechtes Dilemma ins Haus. Glücklicherweise gibt es jetzt die Möglichkeit, sein Lieblingsgetränk stilecht ?on the rocks? zu genießen, ohne ein Verwässern zu riskieren ? im wahrsten Sinne des Wortes.

7. Doomsday-Device


Spätestens seit der Verfilmung der Watchmen-Comics weiß mehr oder weniger jeder, dass zu Zeiten des kalten Krieges eine Uhr existiert, deren Stand angibt, wie kurz die Menschheit vor einer globalen Katastrophe wie einem Atomkrieg steht (Stand im Jahr 2010 ist übrigens 11:54 Uhr). Ihr Name: Doomsday-Clock (Weltuntergangsuhr. Mit der Erfindung des Doomsday-Device (Weltuntergangs-Gerät) dürften die Zeiger einige Minuten vorrücken. Dieses Teil macht jedem klar, über welche Macht der Besitzer verfügt. 2 Schalter umlegen, einen Schlüssel drehen, die Sicherheitsabdeckung nach oben klappen und das Weltende steht kurz bevor. Ein rotes Signallicht signalisiert die Einsatzbereitschaft und der Aspirant der Zerstörung muss nur noch auf den roten Knopf drücken, damit eine Explosion aus den eingebauten Lautsprechern zu hören ist. Ach ja: Wenn die Welt gerade nicht untergehen soll, kann man das Gerät auch noch als 4-Port USB-Hub nutzen.

8. Selbstrührende Tasse


Während nächtelangen Programmierorgien geht so einiger Kaffee die Kehle herunter. Wer sein aromatisches Heißgetränk schwarz trinkt, braucht ab hier nicht weiterzulesen. Wer aber gerne Milch oder Zucker in seinen Kaffee gibt, der weiß um die Problematik des ekelhaft süßen Bodensatzes aus Zucker oder Süßstoff und Milch. Was tun? Umrühren? Mit Holzstäbchen oder einem Löffel? Ersteres bedeutet sinnlose Umweltbelastung durch Wegwerfprodukte, letzteres den Gang zur Spülküche. Klingt bekannt? Ist es auch, bis vor kurzem liefen solche Entscheidungen unter ?Wahl zwischen Pest und Cholera?. Doch nicht verzagen, die selbstrührende Tasse ist hier, um Abhilfe zu schaffen. Einfach den kleinen Schalter am Griff umlegen und prompt sorgt der Propeller am Tassenboden für eine fachgerechte Verwirbelung des warmen oder kalten Getränks. Und was gibt es cooleres als an Montagen mit einer Tasse in der ein permanenter Strudel wirbelt durchs Büro zu laufen und neidische Blicke zu ernten?

9. Fuck-Helikopter


Im englischen gibt es eine wunderbare Redewendung, um einem ungeliebten Menschen mitzuteilen, was man von ihm (oder ihr) hält: ?I don't give a flying fuck about you?. Ab heute muss man sich nicht einmal mehr selbst auf den Weg machen, um seinen Unmut kund zu tun, denn dafür gibt es den Fuck-Helikopter. Mit einer Fernsteuerung kann man den Helikopter nach links und rechts rotieren lassen, damit jeder im Raum den Anblick genießen kann. Noch nie war es so einfach, anderen stilvoll zu zeigen, was man von ihnen hält.

10. Schaumstoff-Maschinengewehr


Die Antwort auf den Fuck-Helikopter kommt in Form des "Vulcan Automatic Heavy Blaster". Man wird es sich nämlich zwei mal überlegen, ob man es wagt, den Besitzer dieses Schätzchens zu verärgern. Ob als Schutz gegen Kaffeediebe aus der Abteilung nebenan, als Abschreckung für Handelsvertreter oder als Argumentationsverstärker in den Abteilungsbesprechungen, wer diese Kanone schwingt, den nimmt man ernst. Für den Fall, dass sich die Kaffeediebe mit den Handelsvertretern zusammentun und beschließen, das Büro zu überrennen wurde ein Dreibein angefügt. Dann heißt es hinter dem Schreibtisch verschanzen, das MG in Position bringen und der verheerenden Wirkung von 3 Schuss Schaumstoffmunition pro Sekunde zusehen. Hoffen wir, dass es nie soweit kommen muss.






© Text: PS.de / RT | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de

Schlagwörter: Shopping Nerds Internet




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