© Screenshot Deutschepost.de
© Screenshot Deutschepost.de

Schneckenpost E-Postbrief

Schnell ist momentan noch was anderes...




29.08.2010

Zugegeben, die aktuelle 360 Grad-Werbekampagne von Jung von Matt/Spree für die Vorstellung und Markteinführung des E-Postbrief Angebotes der Deutschen Post ist bildgewaltig, gut umgesetzt und auch sehr stimmig. Aufmerksamkeit auf allen Kommunikationskanälen ist dem Produkt also sicher und es werden ganz gezielt auch Bevölkerungsschichten angesprochen, die eher wenig Internet-affin sind und die noch in den "seligen" Zeiten der Deutschen Bundespost aufgewachsen sind. Problematisch ist es aber, wenn sich bei aufmerksamen Kunden ein Déjà-vu einstellt und wenn der Nutzen des Produktes E-Postbrief, außer für die Deutsche Post selbst natürlich, nicht so ganz auf der Hand liegt. Darüber hinaus wird es wohl, zumindest am Anfang des Projektes, eine erhebliche Geschwindigkeitsdiskrepanz zwischen den digital empfangenen und den in Briefform empfangenen E-Postbriefen geben.



Im Klartext: Die ausgedruckten Exemplare brauchen eine gefühlte digitale Ewigkeit vom Absender zum Empfänger. Hier muss die Deutsche Post natürlich schnellsten Abhilfe schaffen, um keine Kunden zu verprellen. Auch die nötige Erstanmeldung dauert aktuell leider noch sehr lange, dies ist aber nur zum kleineren Teil dem doch arg aufwändigen Anmeldevorgang zuzuschreiben, zum größeren Teil aber, erfreulich für die Deutsche Post, der großen Zahl der bereits eingegangen Anmeldungen für das neu vorgestellte E-Postbrief Produkt.

E-Post - war da nicht mal was?


Ja, da war tatsächlich schon mal was, nämlich ein ganz ähnlich klingendes Angebot der Deutschen Post, dass dann aber mangels Erfolgs recht schnell wieder eingestellt wurde. Vorher hatte man allerdings mit dem Versprechen einer festen und lebenslang gültigen E-Mail-Adresse geworben, kein Wunder also dass dies bei aufmerksamen Kunden, vor allem bei den so wichtigen Geschäftskunden, ganz schön verbrannte Erde in puncto E-Post und Deutsche Post hinterlassen hat. Das aktuelle E-Post-Angebot mit seiner breit und reichweitenstark angelegten Kampagne wendet sich aktuell aber wohl eher an Endkunden, dass macht sich schon an den eher schlicht und abwärtskompatibel kommunizierten Inhalten der Spots und Plakate fest. Aber wollen wir fair sein und dem Angebot der Post eine faire Chance einräumen, denn die Vehemenz mit der es diesmal in den Markt gedrückt werden soll, lässt immerhin darauf schließen, dass es in Kürze nicht wieder geräuschlos eingestampft werden wird.

Glauben wird also mal dem Versprechen an eine diesmal wirklich lebenslange und individuelle E-Post Mailadresse, denn das Thema digital signierte und sicher übermittelte Nachrichten hat ja in jedem Fall gute Zukunftsperspektiven! Immerhin hat die Deutsche Post diesmal einen erheblichen zeitlichen Vorsprung vor ihren immer zahlreicher werdenden Mitbewerbern im Bereich De-Mail und E-Post, denn Gmx, Web.de und die Deutsche Telekom haben angekündigt, ihre eigenen Angebote erst im zum Anfang des nächsten Jahres in den Markt einzuführen. Die Anmeldung zu diesen Konkurrenzdiensten ist aber schon heute möglich.






© Text: PS.de / JP | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de

Schlagwörter: E-Postbrief Deutsche Post Netzwelt E-Mail




Dieser Artikel ...
 


Comments

Noch kein Kommentar abgegeben!

Gib hier deinen eigenen Kommentar ab


Name/Nickname (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt)


Webseite (wird angezeigt, optional)


Dein Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)





 
 
Partner von
Partner von Fantastic Zero

Netzwelt

Witzige eCards online versenden

lesen

© Screenshot smsheutenacht.de
Netzwelt

SMS von gestern Nacht

lesen

Netzwelt

Der Mann der tausend Gesichter

lesen

© s.Hofschlaeger,pixelio.de
Netzwelt

Videochat-Wahnsinn Chatroulette

lesen

Netzwelt

Der "Auf gut Glück!" Button

lesen

Netzwelt

Zwang zur Abkürzung

lesen


  Triff uns auf Facebook   Bookmark uns auf Mr.Wong
 Zurück 
Seite empfehlen | Nach oben