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Fahrerlose Autos
Bald schon Realität, auch in der Serie?
15.06.2010
Seit einigen Jahren geistert immer wieder das Thema "Fahrerlose Automobile" durch die Medien. Und auch die Assoziation unkontrollierter "Geisterfahrer" ist in vielen Diskussionen zu diesem Thema gar nicht so weit weg. Dabei hat die technische Entwicklung und auch die tatsächliche Umsetzung in der Praxis die eher ablehnende Haltung vieler Autofahrer und Experten bereits überholt: Denn in Grundzügen funktioniert das Konzept des "Fahrerlosen Autos" ja bereits schon, und zwar auch in der Serie, dort allerdings im Wesentlichen in der Oberen Mittelklasse, in der Oberklasse und in der Luxusklasse der Fahrzeuge.Fahrerlose Autos - was ist schon möglich?
Angefangen beim Parkassistenten zum Ein- und Ausparken und einer fest installierten Rückfahrkamera über On-Board-Navigationssysteme und Stauumfahrungen mittels TMC (Traffic Message Channel) bis hin zu Tempomaten und Spurassistenten ist bereits eine ganze Palette von Fahrassistenz-Tools fester Bestandteil von hochwertigen Serienautos. Weitere technische Lösungen wie ein Abstandsradar, dass konstant den Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug überprüft und gegebenenfalls bei Gas und Bremse eingreift, sind ebenfalls klar auf dem Vormarsch und werden auch von Autofahrern durchaus begrüsst. Unter den bekannten Autoherstellern hat sich bisher General Motors am weitesten aus dem Fenster gelehnt und erste serienreife fahrerlose Autos für das Jahr 2018 angekündigt. Deutsche Autobauer und Zulieferer halten einen Zeitpunkt nach dem Jahr 2020 für deutliche realistischer.
Welche Entwicklungsschritte sind noch zu gehen?
Natürlich wird allein die Kombination solch bereits vorhandener Features nicht ausreichend sein, um letztendlich ein tatsächlich auch fahrerlos sicher fahrendes Fahrzeug zu ermöglichen. Insbesondere Reaktionen auf unerwartete Ereignisse im Strassenverkehr, wie zum Beispiel Menschen oder Gegenstände auf der Fahrbahn oder auch gravierende und unnötige Fahrfehler anderer Verkehrsteilnehmer, fordern zumindest so etwas wie künstliche Intelligenz im Fahrzeug, denn es ist sicher unmöglich für alle denkbaren und undenkbaren Ausnahmesituationen bereits eine passende Reaktion im Fahrzeugcomputer bereitzuhalten.
Der Schlüssel für die weiteren Schritte zum fahrerlosen Automobil liegen nach übereinstimmender Meinung von Herstellern und Experten im erfolgreichen Zusammenspiel zwischen den im Fahrzeug installierten Kameras und Radareinrichtungen und der aktiven Auswertung dieser Bilder in Echtzeit in einem entsprechend leistungsstarken Bordcomputer. Diese Bildauswertung muss natürlich mit Hilfe von hoch aufgelösten Farbbildern erfolgen, um auch Verkehrsschilder und Ampeln zweifelsfrei richtig auswerten zu können. Nur so sind dann auch selbständige Überholvorgänge auf der Autobahn bei Geschwindigkeiten auch jenseits von 100 km/h überhaupt denkbar.
Noch schwieriger wird sich das Überholen und Ausweichen sicherlich im dichten Stadtverkehr einer Großstadt gestalten, denn hier wird nicht selten in zweiter Reihe geparkt. Sobald tatsächlich alle Fahrzeuge serienmäßig als fahrerlose Autos ausgelegt sind, werden sich die vorhandenen Probleme natürlich auf ein Minimum reduzieren, denn alle Fahrzeuge können ja dann auch untereinander kommunizieren, Verkehrsdaten austauschen und sich gegenseitig vor möglichen Gefahrensituationen warnen. Sorgen bereitet Auto-Experten, Autofahrern und natürlich auch den diversen Versicherungen wohl eher die, sicherlich sehr lange, Übergangsphase, in der sich Autos mit Fahrer und fahrerlose Autos zur gleichen Zeitpunkt im Verkehrsgeschehen bewegen.
© Text: PS.de / JP | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: Autos Technik Motoren Forschung
Comments
Kommentar von AutoFreak | 28.06.2010, 13:53
Wenn man den rasanten Fortschritt der Technik in den letzten Jahren betrachtet, finde ich diesen Gedanken mit den "fahrerlosen Autos" gar nicht mal so absurd. Jedoch ob man alle Autofahrer davon überzeugen kann, um die Unfallgefahr zu reduzieren, bleibt fraglich.
Wenn man den rasanten Fortschritt der Technik in den letzten Jahren betrachtet, finde ich diesen Gedanken mit den "fahrerlosen Autos" gar nicht mal so absurd. Jedoch ob man alle Autofahrer davon überzeugen kann, um die Unfallgefahr zu reduzieren, bleibt fraglich.
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