© Stephen Davison at Pacemaker Press International
© Stephen Davison at Pacemaker Press International

Die Isle of Man Tourist Trophy

Das härteste Motorradrennen der Welt




27.03.2010

Das bereits seit dem Jahre 1907 auf der "Isle of Man" in der Irischen See stattfindende Motorradrennen "Tourist Trophy" ist das älteste und vielleicht auch härteste Motorradrennen der Welt. Es wird alljährlich auf den öffentlichen Straßen ausgetragen, die speziell für diesen Zweck für den Normalverkehr gesperrt sind.

 © Stephen Davison at Pacemaker Press International
© Stephen Davison at Pacemaker Press International
Bruce Anstey - 2009 Relentless Supersport Race 1
Von der Start- und Zielstadt Douglas aus begeben sich die einzelnen Rennfahrer nacheinander und daher zeitversetzt auf eine 60,72 km lange, kurvenreiche Strecke, den so genannten "Mountain Course". Die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt dabei über 200 km/h. Es ist nicht verwunderlich, dass es bei der rasanten Fahrt zwischen Steinwänden und an steilen Böschungen regelmäßig zu tödlichen Unfällen kommt, denn auch Auffangbereiche und Sturzräume sind kaum vorhanden. Nicht viel weniger gefährlich geht es auf dem "Mad Sunday" zu, bei dem außerhalb des eigentlichen Hauptrennens eine Teilstrecke für Privatfahrer zur Verfügung steht.

60 km Kurs am Limit


Zu den unvergessenen Helden der Tourist Trophy zählte einst Joey Dunlop, mit 26 Siegen unangefochten bislang erfolgreichster Teilnehmer des mörderischen Rennens. Leider starb er vor zehn Jahren bei einem Straßenrennen in Estland, weshalb derzeit John McGuinness mit insgesamt 15 Siegen die Hitliste anführt, nur knapp gefolgt von Mike Hailwood, der in seiner Laufbahn bereits 14 mal den Sieg einheimste und schon 1961 in der 125er- und 250er-Klasse bereits die ersten beiden Titel sicherte. John McGuinness hingegen umrundete mit seiner Honda Fireblade 1000 im Jahre 2007 den Mountain Course in 17:21,99 Minuten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 209,78 km/h und lieferte somit den aktuellen Streckenrekord.

Bild links Bild rechts
  • William Dunlop im zweiten Training<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Gary Johnson überspringt die Ballaugh Bridge<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Ian Lougher bei Rhencullen<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Steve Plater beschleunigt seine Honda<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Ian Hutchinson während dem letzten Training <br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Valentino Rossi während eine Runde auf dem Kurs<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Dave Molyneux und Dan Sayle auf dem Weg zum Sieg 2009<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Der Supersport Race 1 Gewinner Ian Hutchinson<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Bruce Anstey wärend dem Supersport Race 1 <br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • John McGuinness während der Pokerstars Senior TT<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Start frei zum ersten Training<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press
  • Valentino Rossi gratuliert John McGuinness<br>© Stephen Davison/Pacemaker Press

Der erfolgreichste deutsche Fahrer ist derzeit Siegfried Schauzu, der bislang 9-mal den Gesamtsieg bei den Gespannen errang. Als erster Ausländer überhaupt gewann Schorsch Meier im Jahre 1939 mit seiner BMW-Maschine die 500er-Trophäe. Als erste Frau in der Geschichte der Tourist Trophy gilt Inge Stoll.



 © Stephen Davison at Pacemaker Press International
© Stephen Davison at Pacemaker Press International
Ian Hutchinson wärend der 2009 Isle of Man TT
Ab dem Jahr 1949 bis 1977 war die Tourist Trophy Bestandteil der Motorrad-Straßen-Weltmeisterschaft der FIM. Im Anschluss wurde die "Tourist Trophy Formula" als neue Serie ins Leben gerufen.

In der mittlerweile über hundertjährigen Geschichte des Motorradrennens gab es wohl kaum eine zweite Situation, die jener grotesken Begebenheit anlässlich der "Junior Tourist Trophy" im Jahre 1926 gleichkam. Ein junger Rennfahrer namens Erminio Visioli erschien seinerzeit mit einem für damalige Verhältnisse außergewöhnlich starken Motorrad. Das wuchtige Gefährt hatte sage und schreibe vier Vergaser und schaffte etwa 20 PS bei 4500 Umdrehungen in der Minute. Auf jeder Seite der außergewöhnlich stark lärmenden Rennmaschine befanden sich je zwei Vergaser. Diese waren so eingestellt, dass in der Regel nur zwei von ihnen gleichzeitig liefen. Die verbliebenen Zwei wurden erst dann in Betrieb genommen, wenn der Fahrer auf eine spezielle Weise den Gasgriff drehte. Zudem hatte die Maschine zwei Auslasskanäle. Der junge Rennfahrer hatte während des Rennens allerdings wenig Glück. Das Gasgestänge brach auseinander und Erminio Visioli, der bereits beim Training unverhältnismäßig oft aus der Kurve flog, musste das Rennen frühzeitig abbrechen.

Promotion-Film zum Tourist Trophy 2009





© Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de

Schlagwörter: Isle of Man Motorrad Meisterschaft BMW Tourist Trophy




Dieser Artikel ...
 


Comments

Kommentar von Martin | 25.01.2010, 18:20

Sehr geiles Video :-)

Irgendwie haben alle die da mitfahren einen Vollschaden oder Todessehnsucht.
Kommentar von Felix | 26.01.2010, 18:23

Totaler Wahnsinn das Rennen. Kann mir nicht vorstellen das so was auch in deutschland möglich wäre, oder gibt es auch Strassenrennen hier?

Gib hier deinen eigenen Kommentar ab


Name/Nickname (wird angezeigt)


E-Mail (wird nicht angezeigt)


Webseite (wird angezeigt, optional)


Dein Kommentar


Bitte den Text in der Grafik eingeben
(zwei Worte mit Leerzeichen)





 
 
Partner von
Partner von Fantastic Zero

Motoren

Acker umpflügen leichtgemacht II

lesen

Motoren

Acker umpflügen leichtgemacht

lesen

© Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG
Motoren

24-Stunden-Rennen Nürburgring

lesen

© Audi AG
Motoren

Schumi schlägt Vettel

lesen

© Henrik Vormdohre
Motoren

Class-1 Powerboat

lesen

© ADAC Mittelrhein e.V.
Motoren

Elefantenrennen mit über 1000 PS

lesen


  Triff uns auf Facebook   Bookmark uns auf Mr.Wong
 Zurück 
Seite empfehlen | Nach oben