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Porsche 911 Turbo Techart
Brachiales Tuning
09.07.2010
Ohne jetzt den Spaß an diesem monstermäßig getunten Porsche verderben zu wollen: Wer sich hinter das Steuer eines 911er Turbo Techart setzt und vorher keine Einsteiger-Rennlizenz erworben oder zumindest ein wirklich gründliches Fahrsicherheitstraining absolviert hat, dem kann man wohl getrost suizidale Tendenzen unterstellen. Schließlich hat ein Porsche 911 Turbo Techart Leistungsdaten wie ein echter Formel 1 Rennwagen.Der Motor leistet für einen getunten Serienwagen beinahe unglaubliche 620 Pferdestärken, katapultiert den Wagen im wahrsten Sinne des Wortes von 0 auf 100 in 2,9 Sekunden, und ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von über 330 km/h. Nur zum Vergleich: Ein Formel 1 Racer sprintet in circa 2,4 Sekunden auf 100 Stundenkilometer.
Kann ein supergetuntes Auto unpeinlich sein?
Ja es kann! Trotz des immensen Leistungspotentials des Motors kommt der Porsche 911 Turbo Techart optisch tatsächlich eher dezent daher. Die Entwickler und Ingenieure der Leonberger Tuning-Firma Techart reden dementsprechend auch ungern von Tuning, sondern sprechen lieber von Fahrzeugveredelung. Nach eigenen Angaben veredelt Techart ungefähr 450 Automobile pro Jahr, etwas weniger als die Hälfte davon sind 911er-Modelle. Leonberg liegt übrigens, genau wie die Zuffenhausener Heimat der Sportwagenschmiede Porsche, im Speckgürtel der baden-württembergischen Landehauptstadt Stuttgart.
Durch Lufteinlässe an der Front, prägnante Lüftungsschlitze im Heckbereich und voluminöse Schweller rund um das Fahrzeug herum wirkt dieser besondere Tuning-911er natürlich sehr sportlich, aber tatsächlich niemals prollig oder gar billig. Stichwort billig, das ist nämlich so ziemlich das Einzige, was der 911 Turbo von Techart ganz sicher nicht ist. Mit einem Grundpreis von jenseits der 170.000 EUR-Marke können sich sicher nur wenige diesen Sportwagen-Traum tatsächlich leisten.
Der typische Porsche 911 Turbo Techart-Käufer kommt dementsprechend nicht aus Deutschland, sondern aus Russland, der Schweiz, aus den Ölstaaten des Mittleren Ostens und neuerdings natürlich auch aus China. Diese Kunden sparen für gewöhnlich auch nicht jahrelang für ein solches Traumauto, sondern bezahlen es eher aus der vielzitierten Portokasse. Wer sich übrigens am unvermeidlichen, aber optisch gut integrierten, Heckspoiler des Turbo Techart stört, dem sei gesagt: Der ist weit mehr als bloßer Tuning-Zierrat, sondern absolut essentiell um dieses Automobil überhaupt kontrolliert auf der Strasse halten zu können...
Alltagstauglich? Eher nicht!
Warum man den Porsche 911 Turbo Techart kaum einmal auf der Autobahn oder gar im Stadtverkehr sieht, ist natürlich klar. Es ist einfach ein sehr exklusives Automobil, auf das vor allem wohlhabende Autonarren und passionierte Sportwagen Sammler einen Blick geworfen haben. Alltagstauglich ist dieses Gefährt nämlich tatsächlich ganz und gar nicht: Kein Stauraum, nur Notsitze im Fond und ein der brachialen Motorleistung angepasster Kraftstoffverbrauch. Porsche und Techart sprechen zwar von knapp 12,0 Litern Durchschnittsverbrauch. Dieser Wert ist aber wohl in das Fantasiereich einzuordnen, es ist kaum vorstellbar, diesen Turbo-Sportwagen tatsächlich unterhalb von 20-25 Litern auf 100 Kilometern zu bewegen.
© Text: PS.de / JP | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: Porsche Porsche 911 Turbo Techart Tuning Autorennen
Comments
Kommentar von Benni | 09.07.2010, 11:35
In 2,9 Sekunden von 0 auf 100, dass ist echt krass. Bei solchen Werten würde ich, wenn auch nur auf dem Beifahrersitz, gerne mal eine Runde damit drehen.
In 2,9 Sekunden von 0 auf 100, dass ist echt krass. Bei solchen Werten würde ich, wenn auch nur auf dem Beifahrersitz, gerne mal eine Runde damit drehen.
Kommentar von Konzelius | 09.07.2010, 12:40
Ähmmm ... ich will da keine Runde drin drehen ...
Ähmmm ... ich will da keine Runde drin drehen ...
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