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Roadster-Flitzer im Test
Der Sommer kann kommen
24.07.2010
Endlich ist es so weit, der Sommer ist mit Riesenschritten auch hierzulande angekommen: Alle Biergärten der Republik sind offen, Cabrios, Oldtimer und Sportwagen werden aus ihrem Winterschlaf in den Garagen geweckt und mit Saisonkennzeichen versehen. Natürlich kann man auch mit einem VW Golf mit Schiebedach oder einem Hausfrauen-Cabriolet von Peugeot viel Spaß in den Sommermonaten haben, bewundernde Blicke wird man aber wohl nur beim Cruisen in einem dieser sportlichen Roadster ernten:Nissan 370Z Roadster
Man kann schon fast die üblichen kritischen Stimmen hören: Japanische Autobauer und Sportwagen, das passt irgendwie nicht zusammen. Dabei könnten die Kritiker gar nicht falscher liegen, denn die leistungsstarken Urahnen von Nissans Z-Baureihe erblickten schließlich schon vor rund 40 Jahren das Licht der Welt. Im aktuellen 370Z Roadster von Nissan arbeitet ein amtlicher 3,7 Liter-Sechszylinder, der satte 331 Pferdestärken auf die Straße bringt. Das Design des 370Z ist sportlich und aktuell, integriert aber auf charmante Weise Retro-Elemente, die deutlich an die Nissan-Sportwagenklassiker Datsun Z aus den 1970er Jahren erinnern.
All dies ist natürlich nett, erklärt aber noch nicht, warum dieser seit 2009 auch in Deutschland erhältliche Roadster-Flitzer sich so schnell großer Beliebtheit erfreute. Das Spektakulärste an diesem Fahrzeug ist sein Preis, der ist nämlich unterirdisch. Unterirdisch günstig! Für circa 39.000 EUR bekommt man einen vollwertigen Sportwagen, dessen Fahrleistungen auch Porsche-Fahrern Respekt abnötigen. Warum der Nissan 370Z so günstig ist? Das ist recht einfach zu erklären, denn der Wagen ist abgesehen von den wirklich essenziellen Bestandteilen eines Roadsters, also Motor, Getriebe und Fahrwerk, eine schlichte Veranstaltung. Und zugegebenermaßen: Die Verarbeitung im Innenraum lässt an manchen Stellen durchaus zu wünschen übrig. Aber es geht ja schließlich um den Fahrspaß...
BMW Z4 35iS
Natürlich zwingt ein Preisbrecher wie der 370Z von Nissan auch einheimische Sportwagenbauer zu Preiskorrekturen, das Basismodell des sportlichen BMW Z4 ist so mittlerweile tatsächlich für circa 43.000 EUR erhältlich. Das Problem ist nur: Weder Ausstattungsvielfalt noch Motorleistung des Basis-Z4 können dem japanischen Verwandten mit dem "Z" im Namen hier das Wasser reichen. Das Spitzenmodell BMW Z4 35iS hat natürlich viel mehr Schwung, der Preis von ungefähr 57.000 EUR ist dann aber wohl eher eine Spaßbremse, auch wenn als Gegenleistung für diesen Preis eine deutlich bessere Verarbeitung und mehr Komfort-Features als beim Nissan geboten werden.
Man muss seinen Roadster für den Sommerausflug ja aber auch nicht gleich kaufen: Ein großer europäischer Mietwagenanbieter ist in diesem Jahr ungewohnt sportlich unterwegs und hat unter anderem den BMW Z4 35iS in sein Angebot für die Sommersaison aufgenommen. Bei satten 340 PS Motorleistung unter dem Hintern bleiben in diesem Roadster-Flitzer kaum Wünsche offen...
Audi TT RS
Während Nissan und BMW auf eine klassische und großvolumige Konstruktionsweise des Antriebsaggregats setzen, geht Audi mit dem TT RS einen anderen Weg. Aus knapp 2,5 Litern Hubraum eines ungewöhnlichen Fünfzylinder-Motors wird durch satte Turboaufladung die identische Motorleistung, nämlich 340 PS, wie beim BMW Z4 ermöglicht. Leider ist der Preis für dieses Audi-Kraftpaket noch "katastrophaler" für den Geldbeutel als der eh schon teure Z4 in Vollausstattung: Unter 60.000 EUR ist eine gut ausgestattete Version des Ingolstädters kaum zu bekommen...
© Text: PS.de / JP | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: Nissan 370Z Roadster BMW Z4 35iS Audi TT RS Roadster Cabrio Autos Motoren
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