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Singularity
Lass die Schrotflinte sprechen
31.07.2010
PS Spielefacts
Titel:
Singularity
Publisher:
Raven
Genre:
Ego-Shooter
Release:
24.06.2010
USK:
ab 18 Jahre
Erhältlich für:
PC - XBox 360 - PS3
Schon wieder die Russen
Die fiktionale russische Insel Katorga-12 steht im Mittelpunkt des wilden Treibens. Als gut ausgebildeter und mit allen Wassern gewaschener Soldat Nate Renko werden wir zu diesem mysteriösen Ort beordert, um der Quelle für die starke Strahlung nachzuspüren, die von dort ausgeht. Es stellt sich heraus, dass die Russen bereits seit den 50er Jahren mit einem neuen und extrem energiereichen Element namens E99 arbeiten. Wie es scheint liefen die Experimente aber alles andere als reibungslos ab. Offenbar spielte man mit Zeitmanipulationen herum und nach einer dramatischen Crash Landung beginnt unser ziemlich verrücktes Zeitreise Melodram im Tarrantino Stil.
Besonders unsere Zeitmanipulationskräfte haben es in sich: Wie wäre es mit einer gigantischen Zeitblase, die alles verlangsamt, was ihr zu nahe kommt? Feinde kann man so stark altern lassen, dass sie wegen akuter Arthritis unfähig sind, die Waffe auf uns zu richten. Umgekehrt lassen sich zerbröckelte Treppen durch eine Zurückdrehen der Zeit wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzen. Bei diesen ganzen Tricksereien nimmt sich das Spiel allerdings nie allzu ernst.
Besser gut geklaut als schlecht gemacht
Vieles im Spiel erinnert unwillkürlich an andere Titel. Die bruchstückhaften Tonband- und Videoaufnahmen wecken Erinnerungen an Bioshock, die Fähigkeit sich Gegenstände zu schnappen und damit randalieren zu können lässt einen dagegen wie der Gravity Gun bewaffnete Noman Freeman fühlen. Dennoch schafft "Singularity" es, ein eigenständiges Spielgefühl zu entwickeln. Besonders der spannungsaufbauende Wechsel zwischen brachialen Action Sequenzen und ruhigen Passagen, in denen man stets den nächsten Angriff befürchtet, wirkt sich sehr positiv aus.
PS.de meint: "Singularity" ist mit Sicherheit kein revolutionärer Shooter. Auf künstlerischer Ebene hat man sich Mühe gegeben, der alternativen Welt einen markanten Anstrich zu geben, technisch fällt das Ergebnis trotz des Einsatzes der Unreal 3 Engine leider mager aus: Matschige Texturen, unspektakuläre Lichteffekte und steife Animationen lassen das Spiel ein wenig alt aussehen. Die gute Nachricht: "Singularity" macht trotzdem verdammt viel Spaß. Dieses Spiel ist ein gutes Beispiel dafür, dass man durch flottes Tempo und eine gewisse unkonventionelle Herangehensweise auch Althergebrachtem wieder Leben einhauchen kann. Anspielen empfohlen.
© Text: PS.de / CN | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: Singularity Games Videospiel XBox 360 Ego-Shooter
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