
Steve Buscemi und Co.
Die eigentlichen Stars in Hollywood
07.08.2010
Cristiano Ronaldo ist einer. Wayne Rooney auch. Und Lionel Messi sowieso. Die Rede ist von Fußball-Superstars, die jeder kennt, selbst wenn man gar nicht so viel am Hut mit dem runden Leder hat. Denn diese Spieler sind echte Marken, verkaufen Parfüm, Unterhosen und wenn es unbedingt sein muss auch Trikots. Ihre Vereins-Verträge stinken geradezu vor Geld. Ein Ronaldo etwa verdient bei Real Madrid ca. 200.000 Euro - pro Woche! Dafür könnte man alsFan dann so einiges erwarten. Bei der WM beispielsweise.Doch Ronaldo, Rooney und Messi gehörten zu den größten Flops des Turniers in Südafrika. International eher unbekannte Spieler wie Thomas Müller drückten der WM ihren Stempel auf. Özil und Co. waren die eigentlichen Stars der WM.
Kein Millionen-Gehalt - aber gute Filme
Ganz ähnlich sieht es in Hollywood aus. Da verdienen sich Schauspieler wie Tom Cruise, George Clooney oder Angelina Jolie eine goldene Nase, doch so richtig gute Filme machen sie eigentlich nicht. Ab und zu gibt es ein kleines Highlight zu bestaunen, doch im Grunde dreht es sich immer nur ums Hollywood-Einerlei und das große Geld. Die eigentlichen Stars in Hollywood sind Nebendarsteller, deren Namen zwar für die meisten ein ewiges Geheimnis bleiben, ihr unverwechselbares Gesicht allerdings von jedem halbinteressierten Kino-Fan sofort erkannt wird.
Schauspieler wie Steve Buscemi oder Danny Trejo spielen in der Regel nicht in den großen Hollywood-Blockbustern mit. Sie verdienen auch nicht 20 Millionen Dollar an einem Film oder grinsen uns grenz-debil aus irgendwelchen Modezeitschriften an. Nein, Schauspieler wie Fred Ward oder William H. Macy muten eher wie ehrliche Arbeiter an, denen es darauf ankommt, das Bestmögliche aus ihren meist kurzen Auftritten zu machen. Und dabei haben sie die Sympathien der Zuschauer stets auf ihrer Seite. Denn Mimen wie Elisabeth Shue oder John C. Reilly haben im Gegensatz zu ihren Superstar-Kollegen das Privileg, auch mal in wirklich guten Filmen mitspielen zu dürfen. Paul Thomas Andersons vielbeachteter Film "Boogie Nights" etwa wartet mit Macy, Reilly, Heather Graham, Luis Guzman und Julianne Moore gleich mit einer ganzen Reihe von berühmten Nebendarstellern auf, die dem Hauptdarsteller Mark Wahlberg mit Leichtigkeit die Show stehlen.
Aufstieg und Status quo
Doch natürlich bleibt auch in Hollywood nicht immer alles beim Alten. Denn der ebenfalls in "Boogie Nights" auftretende Philip Seymour Hoffman, der für lange Zeit gewissermaßen zur ersten Riege der Nebendarsteller gehörte, schaffte mit seiner Hauptrolle in der Biographie "Capote" über den gleichnamigen berühmten amerikanischen Schriftsteller den endgültigen Durchbruch - samt Oscar für die beste Hauptrolle. Doch mit Darstellern wie z.B. Willem Dafoe gibt es auch Sonderfälle, die hin und wieder eine meist grandiose Hauptrolle spielen, wie Dafoe etwa in Scorseses "Die letzte Versuchung Christi", doch immer wieder zum Metier des Nebendarstellers zurückkehren.
Letztendlich sind nicht die Superstars à la Ronaldo oder Clooney das Salz in der Suppe. Vielmehr erfreuen wir uns an den eher namenlosen Größen, die für die wirkliche Unterhaltung sorgen - ob im Sport oder in Hollywood. Und selbst wenn man sich nicht wirklich für Filme interessiert, wird es wohl ein jeder schon einmal erlebt haben, dass einem die Visage eines Schauspielers so sonderbar bekannt vorgekommen ist. Zweifellos wird diese Visage Akteuren wie James Cromwell, Bob Gunton oder Jennifer Jason Leigh gehören.
© Text: PS.de / TA | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: Kino Filme Hollywood Nebendarsteller
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