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The Expendables
Die Rückkehr der Helden
19.08.2010
Dass Sly Stallone nicht der Hellste ist, dürfte in den meisten Kreisen kein Geheimnis sein. Doch was der olle Stallone sich dabei gedacht hat, für seinen neuen Film "The Expendables" beinahe alle Hollywood Action-Stars der vergangenen 30 Jahre zusammenzutrommeln, ist leichter zu erklären als gedacht. Denn einen Film, in dem u. a. Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Dolph Lundgren, Jet Li, Jason Statham und Mickey Rourke mitspielen, hat es bis hierhin noch nicht gegeben. Dass mit Steven Seagal und Jean-Claude Van Damme ebenso bekannte Action-Stars nicht dabei sein wollten, fällt dann auch nicht mehr so schwer ins Gewicht.
Kommentar
Keine Überraschungen
Eine Story gibt es im Übrigen auch. Stallone soll mit seinem Söldner-Trupp irgendwo in Südamerika einen Diktator liquidieren. So weit, so gut. Doch natürlich läuft die ganze Angelegenheit aus dem Ruder. Denn plötzlich haben es alle auf die Söldner abgesehen und wollen ihnen an den Kragen. Und dass auch ihr Auftraggeber (Bruce Willis) kein besonders vertrauenswürdiger Genosse zu sein scheint, gehört natürlich dazu. Alles in allem also eine 08/15-Geschichte, die so oder so ähnlich in jedem zweiten Action-Streifen verwurstet wird, ohne dass man sich als Zuschauer besonders daran stört. So haben die Dinge eben zu laufen bei Stallone und Co.
Aber so eine Story stört ja auch eigentlich immer nur. Denn wenn ausufernde Dialoge davon abhalten, mit einem Granatwerfer ein paar Helis vom Himmel zu holen, läuft irgendetwas falsch. Und so scheut sich "The Expendables" nicht davor, gleich von Beginn an klarzustellen, dass es einzig und allein um Geballer, Explosionen und hanebüchene Action geht, die viel mehr Spaß macht als ein Dinner bei Kerzenschein. Der geneigte Action-Fan darf sich also freuen. Und alle anderen irgendwie auch.
Das Alter spielt keine Rolle
Denn "The Expendables" wird als der Film in die Geschichte eingehen, in dem Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger und Sly Stallone gemeinsam in einer Szene zu sehen sind. Das gab es noch nie und wird es wahrscheinlich auch niemals wieder geben. Und das ist immerhin doch auch schon mal was. Schließlich hat es auch etwas mit herzerwärmender Melancholie zu tun, die Helden der Vergangenheit in einem Film vereint zu sehen. Denn wie die Mimen selbst sind auch ihre Fans mittlerweile in die Jahre gekommen, schließlich liegen die besten Zeiten von Lundgren und Co. zuweilen mehr als 20 Jahre zurück. Das ist eine lange Zeit. Selbst für Action-Helden.
Und nachdem sich Stallone in der jüngeren Vergangenheit erst mit Rocky 6 und Rambo 4 mit den Geistern der eigenen Vergangenheit befasst hat, scheint es, als wolle er mit "The Expendables" nun ein kollektives Denkmal setzen, das stellvertretend an all die Action- Kracher der 80er und 90er Jahre erinnern soll. Tränen der Rührung werden in den Kinos aller Voraussicht nach aber dennoch nicht fließen. Denn hat Stallone erst mal seinen Granatwerfer ausgepackt, ist keine Zeit mehr daran zu denken, dass der olle Sly mit 64 Jahren womöglich ein bisschen zu alt geworden ist, um in den Krieg zu ziehen. Doch wenn erst einmal die Explosionen donnern und die gegnerischen Soldaten in Scharen umgemäht werden, dann erinnert man sich daran, dass das doch irgendwie alles seine Richtigkeit hat.
© Text: PS.de / TA | © Fotos, sofern nicht anders gekennzeichnet: PS.de
Schlagwörter: The Expendables Film Kino Sylvester Stallone Arnold Schwarzenegger Bruce Willis
Comments
Kommentar von L. W. | 23.09.2010, 14:29
Ich find's echt mal cool, dass so viele Actionhelden in einem Film zu sehen sind. Doch sind da nicht zwei Schauspieler, die vom selben deutschen Synchronsprecher?
Ich find's echt mal cool, dass so viele Actionhelden in einem Film zu sehen sind. Doch sind da nicht zwei Schauspieler, die vom selben deutschen Synchronsprecher?
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